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"Und raus bist Du" - Warum Mobbing-Prävention im Wandel über Erfolg oder Scheitern entscheidet

  • Autorenbild: Ulrike Muth
    Ulrike Muth
  • 29. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Dez. 2025

Als ich den Artikel für das Personal.Magazin schrieb, war mir eines besonders wichtig: Mobbing ist kein Randthema und keine Eskalation, die zufällig entsteht. Es ist ein strukturelles Risiko und in Veränderungsprozessen zeigt es sich besonders schnell und besonders hart. Genau dann, wenn Organisationen ohnehin unter Spannung stehen, treffen unterschiedliche Werte, Erfahrungswelten und Erwartungen aufeinander. Die Gefahr, dass Stress in Konflikt umschlägt und Konflikte sich zu systematischen Ausgrenzungsdynamiken verfestigen, ist gerade in diesen Phasen hoch.


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Was viele unterschätzen: Mobbing ist nicht einfach schlechtes Verhalten einzelner, sondern oft das Ergebnis fehlender Strukturen, unklarer Verantwortlichkeiten und mangelnder psychologischer Sicherheit. Wie ich im Artikel aufzeige, verursacht Mobbing jedes Jahr enorme wirtschaftliche und gesundheitliche Kosten – Schätzungen sprechen von 15 bis 25 Milliarden Euro in Deutschland. Doch der eigentliche Preis ist höher: Vertrauen, Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Kultur gehen verloren.


Generationen im Wandel und warum alle betroffen sind

In Organisationen arbeiten heute Babyboomer, Generation X, Millennials und Generation Z zusammen. Diese Vielfalt ist ein riesiges Potenzial – aber nur, wenn sie bewusst gestaltet wird. Im Beitrag zeige ich, wie jede Generation von Mobbingerfahrungen betroffen sein kann, wenn Wandel schlecht begleitet oder schlecht geführt wird:

  • Babyboomer erleben häufig stille Entwertung oder werden bei strategischen Entscheidungen übergangen.

  • Generation X spürt Autonomieverlust, Statusbedrohung und Unsicherheit durch neue Strukturen.

  • Millennials reagieren empfindlich auf fehlende Beteiligung, mangelndes Feedback und geringe emotionale Sicherheit.

  • Generation Z erlebt digitale Ausgrenzung, etwa durch Ghosting oder ironisch-abwertende Narrative wie „Snowflake“.


Diese Muster sind kein Zufall. Sie entstehen dort, wo Wandel ohne Dialog, ohne Beteiligung und ohne Aufmerksamkeit für Unterschiede gestaltet wird. Und sie verstärken sich in dem Moment, in dem Führungskräfte überfordert sind oder Teil des Problems werden. Das Eskalationsmodell im Artikel zeigt sehr deutlich, wie aus Stress systematische Täter-Opfer-Dynamiken entstehen.


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Warum Mobbingprävention Chefsache und HR-Sache ist

Damit Organisationen resilient durch Veränderung gehen, braucht es mehr als Projektpläne. Es braucht eine präventive Change-Architektur, die auf drei Ebenen ansetzt:

  1. Strukturelle Verankerung: Frühindikatoren erkennen, Verantwortlichkeiten klären, Machtverschiebungen verstehen und Eskalationsmechanismen definieren.

  2. Kommunikation als Schutzfaktor: Nicht nur informieren, sondern Orientierung geben: transparent, dialogorientiert, empathisch. Formate wie Change-Foren, Dialogrunden oder Storytelling spielen hier eine zentrale Rolle.

  3. Führung als emotionaler Anker: Führungskräfte müssen in der Lage sein, Spannungen zu erkennen, anzusprechen und zu moderieren.Dazu gehören Empathie, Konfliktkompetenz und der bewusste Aufbau psychologischer Sicherheit.


HR nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: als Prozessgestalter, als kultureller Kompass und als Schutzinstanz. Nur wenn HR, Führung und Geschäftsleitung gemeinsam handeln, entsteht ein Umfeld, das Ausgrenzung früh erkennt und verhindert.


Wandel ist immer ein emotionaler Prozess

Die wichtigste Botschaft meines Artikels lautet: Change ist kein technisches Projekt, er ist ein sozial-emotionaler Lernprozess. Organisationen, die das verstehen, werden langfristig stabiler, innovativer und attraktiver. Organisationen, die es ignorieren, riskieren Mobbingdynamiken, die sich tief in die Kultur eingraben und kaum rückholbar sind.


Mobbingprävention ist deshalb kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für gesunde Veränderung. Wer früh investiert, gewinnt: Vertrauen, Motivation, Loyalität und am Ende eine Kultur, die Wandel nicht nur übersteht, sondern gestaltet.


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Der vollständige Fachbeitrag mit allen Details, Modellen und Praxisempfehlungen ist in der Print-Ausgabe des Personal.Magazins 11/2025 erschienen.


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Sie wollen den ganzen Artikel lesen, haben aber die Ausgabe des Personal Magazins nicht vorliegen? Dann schreiben Sie uns kurz an consulting@communicationteam.de Betreff: "Und raus bist Du" und wir senden Ihnen den Artikel als PDF zu.



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